Radio Dresden - 80er Kulthits

Apps Download

Player Controls

Live
Loading...
  • jetzt
    HUBERT KAH
    STERNENHIMMEL
  • 19:42 Uhr
    BAD BOYS BLUE
    YOU'RE A WOMAN
  • 19:38 Uhr
    ALPHAVILLE
    BIG IN JAPAN
  • 19:34 Uhr
    PRINCE & THE REVOLUTION
    Purple Rain
  • 19:31 Uhr
    RIGHEIRA
    VAMOS A LA PLAYA
  • 19:27 Uhr
    P.I.L.
    THIS IS NOT A LOVE SONG
  • 19:22 Uhr
    RAY PARKER JR.
    GHOSTBUSTERS
Steinmeier appelliert an Parteien: Verantwortung übernehmen
»

Berlin (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Parteien nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen aufgerufen, sich erneut um eine Regierungsbildung zu bemühen.

«Wer sich in Wahlen um politische Verantwortung bewirbt, der darf sich nicht drücken, wenn man sie in den Händen hält», sagte Steinmeier an diesem Montag nach einem Treffen mit Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel im Schloss Bellevue in Berlin. «Das ist der Moment, in dem alle Beteiligten noch einmal innehalten und ihre Haltung überdenken sollten», mahnte er.

Alle in den Bundestag gewählten Parteien seien dem Gemeinwohl verpflichtet. «Sie dienen unserem Land», betonte das Staatsoberhaupt. «Ich erwarte von allen Gesprächsbereitschaft, um eine Regierungsbildung in absehbarer Zeit möglich zu machen.»

Die Bildung einer Regierung sei immer ein schwieriger Prozess. Der Auftrag zur Regierungsbildung sei aber ein hoher und vielleicht der höchste Auftrag der Wähler an die Parteien in einer Demokratie. «Und dieser Auftrag bleibt.» Die Parteien hätten sich bei der Bundestagswahl um die Verantwortung für Deutschland beworben - «eine Verantwortung, die man auch nach der Vorstellung des Grundgesetzes nicht einfach an die Wählerinnen und Wähler zurückgeben kann». Die Option einer Neuwahl erwähnte Steinmeier ausdrücklich nicht.

Die Sondierungsgespräche von Union, FDP und Grünen für eine mögliche Jamaika-Koalition waren am Sonntag gescheitert, die FDP hatte die Gespräche überraschend abgebrochen. Zwei Monate nach der Wahl steht Deutschland damit vor unübersichtlichen politischen Verhältnissen. Steinmeier sagte: «Wir stehen jetzt vor einer Situation, die es in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, also seit immerhin fast 70 Jahren, noch nicht gegeben hat.»

Er werde in den kommenden Tagen Gespräche mit den Vorsitzenden aller an den bisherigen Sondierungen beteiligten Parteien führen - also auch mit den Chefs von CSU, FDP und Grünen. Er werde aber auch Gespräche führen «mit den Vorsitzenden von Parteien, bei denen programmatische Schnittmengen eine Regierungsbildung nicht ausschließen». Damit dürfte die SPD gemeint sein, die eine weitere große Koalition strikt ausschließt.

Nach dem Abbruch der Jamaika-Gespräche ist die Mehrheit der Bürger nach einer aktuellen Umfrage für Neuwahlen. In einer Forsa-Umfrage für das RTL/n-tv-«Trendbarometer» sprachen sich
45 Prozent der Wahlberechtigten für erneute Wahlen aus, wie die Mediengruppe RTL an diesem Montag mitteilte. 27 Prozent hätten gern wieder eine große Koalition, 24 Prozent sind für eine Minderheitsregierung.

Käme es jetzt zu Neuwahlen, würden sich die Deutschen aber kaum anders entscheiden als bei der Bundestagswahl vor zwei Monaten. Das größte Plus würden die Grünen erzielen: CDU/CSU kämen laut Forsa auf 31 Prozent (bei der Wahl: 33), die SPD würde 21 Prozent schaffen (20,5), die FDP 10 Prozent (10,7) und die Grünen 12 Prozent (8,9). Die Linke käme auf 9 Prozent (9,2) und die AfD auf 12 Prozent (12,6).

63-Jähriger vor Dresdner Landgericht wegen Totschlags verurteilt
»
Ein Dreivierteljahr nach dem gewaltsamen Tod einer 62-Jährigen in Weißig ist ihr Lebensgefährte vom Dresdner Landgericht zu acht Jahren Freiheitsstrafe wegen Totschlags verurteilt worden. Die Richter rechneten dem 63-Jährigen hoch an, dass er sich nach der Tat stellte, wie der Vorsitzende Richter Herbert Pröls am Montag sagte. Die Richter blieben mit ihrer Entscheidung unter der Forderung der Staatsanwaltschaft nach neun Jahren Haft. Die Verteidigung hatte auf sechseinhalb Jahre plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


Der wegen Depressionen früh verrentete Koch hatte zum Prozessauftakt zugegeben, seine Freundin am Morgen des 2. März im Streit um Geld mit einem Bademantelgürtel erdrosselt zu haben. Die Strafkammer sah das aber nicht als plötzlichen Affekt. Es habe im Vorfeld Warnungen von Nachbarn und Freunden gegeben, «dass das nicht gut endet». Pröls sprach von einem «sehr ungleichen Paar, wie es unterschiedlicher nicht sein könnte».


Die lebenslustige Frau habe wohl mehr eine Wochenendbeziehung gewollt, der Angeklagte aber wäre am liebsten ganz zu ihr gezogen. Dieses Grundproblem sei von finanziellen Problemen überdeckt worden. Es habe von Anfang an Konflikte und Streit gegeben, man sei «sehenden Auges» in die Eskalation geschlittert. Vor Gericht hatte der 62-Jährige selbst von teils lautstarken Diskussionen um Geld und Partnerschaft in den Monaten zuvor berichtet, aber auch, dass er seine Partnerin sehr geliebt habe und das Geschehen bereue.

Nach der Tat hatte sich der Mann seinem Bruder und einem Arzt anvertraut, der ihn wegen Depressionen behandelte. Die Leiche der Frau war in ihrer Wohnung in Weißig gefunden worden, wo das Paar zusammenlebte. Der 63-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft, am letzten Verhandlungstag hatte bei der Schwester des Opfers und seiner Familie um Verzeihung gebeten. Bei der Urteilsverkündung wirkte er gefasst. [dpa]
2-Jähriger bei Autounfall in Pieschen schwer verletzt
»
Bei einem Unfall auf der Großenhainer Straße in Dresden-Pieschen ist am Montagmorgen ein Zweijähriger Junge schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war gegen 09:00 Uhr ein 63-Jähriger mit seinem VW-Transporter auf der Großenhainer Straße in Richtung Zentrum unterwegs. An der Fußgängerampel am Pestalozziplatz stieß er mit dem Kleinkind zusammen.

Der Junge wollte gerade mit seinem Laufrad die Straße überqueren, teilte ein Polizeisprecher mit. Nach ersten Ermittlungen war der Autofahrer bei Rot gefahren. Das hatten mehrere Zeugen beoachtet, sagte uns ein Polizeisprecher. Das Kind kam ins Krankenhaus. Das Kinder war dort mit der Mutter unterwegs, sagte der Sprecher auf Nachfrage. Gegen den Fahrer werde wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Während der Unfallaufnahme kam es zu Behinderungen im Auto- und Straßenbahnverkehr.
Bienert-Wanderweg von Müll befreit
»
Der Bienert Wanderweg in Dresden-Plauen ist am Wochenende von Müll beräumt worden. Vor der ehemaligen Hofmühle ist der Naturpfad entlang der Weißeritz von Laub und Unrat befreit. Der CDU-Ortsverband hatte die Aktion organisiert. Gefunden wurden T-Shirts, leere Kondompackungen, unzählige Flaschen und Plastemüll und sogar einen großen Holzkohlegrill zogen die Helfer aus dem Waldgelände. Der Kommentar der Helfer: "Der Bienert-Wanderweg ist doch keine Müllhalde". Bislang hatte sich der Bienertförderverein um den Weg gekümmert, den Verein gibt es allerdings nicht mehr.
Diebesbande in Meißen aufgeflogen
»
In Meißen ist der Polizei offenbar eine rumänische Diebesbande ins Netz gegangen. Ermittelt wird gegen neun Männer und Frauen im Alter zwischen 14 und 38 Jahren.

Aufgeflogen war die Bande, nachdem einem 40-Jährigen Meißner am Sonntagmorgen das Portrmonnee gestohlen worden war. Im Zuge der Fahndung entdeckte die Polizei am Nachmittag in der Innenstadt den mutmaßlichen Täter zusammen mit zwei weiteren Männern und einer Frau. In der Wohnung der Frau hielten sich noch zwei Männer, drei Frauen und auch drei Kinder auf. Außerdem fanden die Polizisten in der Wohnung mehrere vermutlich gestohlene Handys.
Die Polizei prüft, ob drei ähnliche Fälle in den vergangenen Tagen auch auf das Konto der Bande geht.
Tatverdächtiger stellt sich nach Belästigung von Mädchen und Frauen
»
Der mutmaßliche Entblößer von Pieschen hat sich gestellt. Die Dresdner Polizei fahndete seit dem vergangenen Freitag auch mit zwei Fotos nach einem Mann, der im April dieses Jahres vor zwei Schülerinnen sexuelle Handlungen an sich vornahm. Die Polizei geht zudem davon aus, dass er auch für andere Fälle in Pieschen und in Straßenbahnen seit Herbst 2016 verantwortlich ist.

Der Gesuchte hatte sich vor zwei Mädchen (12 und 13 Jahre alt) auf der Robert-Matzke-Straße entblößt und sexuelle Handlungen an sich vorgenommen. Anfang Juni fahndete die Dresdner Polizei bereits mit einem Phantombild nach dem Täter. Die Ermittlungen ergaben, dass es seit September 2016 sechs weitere Taten gab, die Täterbeschreibung ähnelt sich in diesen Fällen. Der Unbekannte hatte sich in Straßenbahnen neben jungen Frauen selbst befriedigt.

Nach der Veröffentlichung der Fahndungsbilder gingen bereits am Freitagnachmittag mehrere Hinweise auf einen 35-Jährigen ein. Dieser stellte sich am Freitagabend auf einem Dresdner Polizeirevier. Der Syrer räumte ein, der Gesuchte zu sein, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Öffentlichkeitsfahndung wurde beendet, die Polizei bedankte sich für die Unterstützung.